Der neue Präsident des Landtags Nordrhein-Westfalen heißt Eckhard Uhlenberg (CDU). Der 62-jährige Landwirt erhielt in der von Edgar Moron geleiteten Plenarsitzung in geheimer Wahl 158 Stimmen von 181 anwesenden Abgeordneten. 9 Abgeordnete stimmten mit Nein; 14 Abgeordnete enthielten sich der Stimme.
Uhlenberg, Minister für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz von 2005 bis 2010, gehörte dem Landtag NRW von 1980 bis 1985 und von 1990 durchgehend bis heute als Abgeordneter an. Er ist damit der dienstälteste Abgeordnete des NRW-Parlaments. Bei der Landtagswahl am 9. Mai 2010 hatte Uhlenberg im Wahlkreis Soest I mit einem Stimmenanteil von 48,8 Prozent sein Mandat direkt erworben.
In seiner Ansprache vor dem Plenum dankte der frisch gewählte Landtagspräsident für das Vertrauen des Hauses. Er wolle ein Präsident aller Abgeordneten sein und baue auf die Unterstützung und auf aufrichtige Zusammenarbeit. Uhlenberg lobte die Arbeit des Präsidiums der vergangenen Wahlperiode, namentlich Regina van Dinther und Edgar Moron, und hob das jugendpolitische Engagement hervor, das er gerne fortsetzen werde.
Das Präsidium des Landtags NRW ist mit der Wahl von Landtagspräsident Eckhard Uhlenberg und vier Vizepräsidenten vollständig. Damit sind alle Fraktionen im Präsidium des Landtags Nordrhein-Westfalen vertreten.
Zur 1. Vizepräsidentin wählten die Abgeordneten des Landtags Carina Gödecke (SPD). Die bisherige Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Fraktion erhielt 161 der 181 Stimmen. 12 Abgeordnete stimmten mit Nein; 8 enthielten sich der Stimme.
Zum 2. Vizepräsidenten bestimmten die Abgeordneten Oliver Keymis (GRÜNE), schon in der 14. Wahlperiode in diesem Amt. Er erhielt 145 von 179 abgegebenen Stimmen. 18 Abgeordnete stimmten mit Nein; 16 enthielten sich der Stimme.
Als 3. Vizepräsidentin wurde Angela Freimuth (FDP) mit 128 von 180 Stimmen gewählt. Mit Nein stimmten 36 Abgeordnete; 16 enthielten sich der Stimme.
Auch Angela Freimuth hatte dieses Amt bereits in der vergangenen Wahlperiode wahrgenommen.
Die 4. Vizepräsidentin schließlich heißt Gunhild Böth (LINKE). Die Oberstudienrätin wurde im zweiten Wahlgang mit 100 von 178 abgegebenen Stimmen gewählt. 77 Abgeordnete stimmten mit Nein; ein Abgeordneter enthielt sich der Stimme.